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Magendrehung beim Hund

Magendrehung, auch als Magendilatation-Volvulus-Syndrom (GDV) bekannt, ist eine ernsthafte Erkrankung, die bei großen Hunden auftreten kann. Erste Krankheitsanzeichen sind ein aufgeblähter Bauch, Unwohlsein und Unruhe, sowie der Versuch zu erbrechen. Teilweise zeigt der Hund auch einen gebogenen Rücken. Wenn ihr Hund diese Anzeichen zeigt, sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen, da die Erkrankung lebensbedrohlich sein kann.

Erste Krankheitsanzeichen

Hier eine kurze Übersicht über ersten Anzeichen der Magendrehung:

  • Aufgeblähter Bauch: Der Bauch des Hundes sieht geschwollen oder aufgebläht aus, als ob er sich übermäßig mit Luft gefüllt hätte.
  • Unruhe und Unwohlsein: Der Hund zeigt Anzeichen von Unruhe, Rastlosigkeit und Nervosität. Er kann nicht still sitzen oder liegen.
  • Versuch zu erbrechen: Der Hund versucht, sich zu erbrechen, aber es kommt nichts heraus oder nur Schaum oder Schleim.
  • Speicheln: Der Hund produziert vermehrten Speichel und sabbert möglicherweise stark.
  • Gesteigertes Hecheln: Der Hund hechelt intensiver als normal, auch wenn er nicht aktiv ist oder keine körperliche Anstrengung unternimmt. 
  • Rücken: häufig hat der Hund einen nach unten gebogenen Rücken
  • Schwäche: Der Hund zeigt Schwäche, hat Schwierigkeiten aufzustehen oder zu laufen.
  • Blasse Schleimhäute: Die Schleimhäute des Hundes, wie zum Beispiel das Zahnfleisch, wirken blass oder grau statt rosafarben.
  • Schnelle oder flache Atmung: Der Hund atmet schnell und oberflächlich, möglicherweise mit Anzeichen von Atemnot.
  • Erhöhter Puls: Der Puls des Hundes ist erhöht und kann stark spürbar sein.
  • Schocksymptome: Im fortgeschrittenen Stadium der Magendrehung kann der Hund Anzeichen von Schock zeigen, wie zum Beispiel Zusammenbruch, kalte Extremitäten und tiefe Atemzüge.

Ein Hundehalter sollte wissen, dass eine Magendrehung lebensbedrohlich sein kann . Wenn du bei deinem Hund eines oder mehrere dieser Anzeichen bemerkst, ist es entscheidend, sofort einen Tierarzt aufzusuchen, da eine schnelle Diagnose und Behandlung überlebenswichtig sein können

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Symptome & Therapie der Magendrehung

Rassenanfälligkeit: Große Hunderassen mit tiefem Brustkorb sind anfälliger für Magendrehung. Dazu gehören Rassen wie Deutsche Dogge, Deutscher Schäferhund, Rottweiler, Irischer Wolfshund, Bernhardiner, Weimaraner, Boxer, Setter (Gordon Setter und Irish Setter), Bloodhound, Berner Sennenhund, Leonberger und Dobermann, aber auch andere große Rassen können betroffen sein. Es ist anzumerken, dass Magendrehungen auch bei anderen Rassen auftreten können, und nicht jeder Hund innerhalb dieser Rassen ist zwangsläufig gefährdet. Es gibt auch individuelle Faktoren, die das Risiko einer Magendrehung beeinflussen können, wie beispielsweise die Fütterungsgewohnheiten, die Aktivitätsniveaus, das Alter und die anatomischen Gegebenheiten des Hundes.

Krankheitsanzeichen

Die Anzeichen einer Magendrehung können plötzlich auftreten und können Folgendes umfassen: erfolglose Versuche zu erbrechen, aufgeblähter Bauch, Unruhe, Speicheln, gesteigertes Hecheln, Schwäche, blasse Schleimhäute, schnelle oder flache Atmung, erhöhter Puls und Schocksymptome.

Diagnostik

Eine klinische Untersuchung und eine gründliche Anamnese werden durchgeführt, um den Verdacht auf eine Magendrehung zu bestätigen. Röntgenaufnahmen des Bauches werden normalerweise angefertigt, um die Position des Magens zu beurteilen und eine Drehung festzustellen.

Krankheitsbild

Bei einer Magendrehung dreht sich der Magen um seine Achse, wodurch der Blutfluss in den Magen und andere Organe beeinträchtigt wird. Dies kann zu Gewebeschädigungen und zum Absterben von Magenteilen führen. Gleichzeitig wird der normale Magenausgang blockiert, was zu einer Aufblähung des Magens führt.

Therapie

Die Behandlung einer Magendrehung erfordert eine sofortige tierärztliche Versorgung. In den meisten Fällen ist eine Operation erforderlich, um den Magen zu entleeren, zu entdrehen und gegebenenfalls geschädigtes Gewebe zu entfernen. Während der Operation wird der Magen neu fixiert, um eine erneute Drehung zu verhindern. Eine intensive postoperative Betreuung ist ebenfalls erforderlich, einschließlich Flüssigkeitstherapie und Schmerzmanagement.

Eine Magendrehung ist ein lebensbedrohlicher Zustand , der sofortige tierärztliche Hilfe erfordert. Je schneller die Behandlung erfolgt, desto besser sind die Chancen auf eine erfolgreiche Genesung. Es ist wichtig, die Anzeichen einer Magendrehung zu erkennen und bei Verdacht sofort den Tierarzt aufzusuchen, um eine rasche Diagnose und Behandlung zu ermöglichen.

So bleibt der Hund fit

Korrekte Fütterung des Hundes und ein gesunder Magen sind Teil einer effektiven Gesundheitsvorsorge. Eine gesunde Ernährung, Bewegung und Fitness sowie ​Hygiene und Pflege können die Gesundheit des Hundes und das Wohlbefinden des Hundes fördern, seine Lebensqualität verbessern und eine starke Bindung zwischen Hund und Besitzer aufbauen. 

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Welche Hunderassen sind anfällig für Magendrehungen?

Große Hunderassen haben ein höheres Risiko für Magendrehungen aufgrund ihrer anatomischen Merkmale wie einer tiefen Brust und einem locker aufgehängten Magen. Hier sind einige Hunderassen, die ein erhöhtes Risiko für Magendrehungen haben:

  • Deutscher Schäferhund
  • Berner Sennenhund
  • Labrador Retriever
  • Großer Schweizer Sennenhund
  • Golden Retriever
  • Leonberger
  • Rottweiler
  • Dobermann
  • Irischer Wolfshund
  • Boxer
  • Weimaraner
  • Dogge
  • Bloodhound
  • Neufundländer
  • Setter
  • Akita

Es ist zu beachten, dass nicht nur diese Rassen, sondern auch andere Hunde jederzeit von einer Magendrehung betroffen sein können. Wenn man bei seinem Hund Anzeichen einer Magendrehung feststellt, ist es wichtig, sofort einen Tierarzt aufzusuchen, um eine schnelle Diagnose und Behandlung zu gewährleisten. 

Die Magendrehung ist ein lebensbedrohlicher Zustand, der eine sofortige medizinische Intervention erfordert.