Pfotenbanden - Alles über Hunde

Erlernte Hilflosigkeit beim Hund

Verhalten

Wenn ein Hund sich wiederholt in einer Situation befindet, in der er nichts tun kann, um eben diese Situation zu vermeiden oder zu kontrollieren, kann er lernen, dass er keine oder sehr wenig Kontrolle über seine Umgebung hat. Eine mögliche Reaktion kann eben die "Erlernte Hilflosigkeit" sein.

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Was ist das? 
Erlernte Hilflosigkeit?

Wenn ein Hund wiederholt in einer Situation ist, in der er nichts tun kann, um eine unangenehme Situation zu vermeiden oder zu kontrollieren, kann er lernen, dass er keine Kontrolle über seine Umgebung hat. Infolgedessen kann der Hund das Gefühl haben, dass er nichts tun kann, um sich selbst zu schützen oder zu kontrollieren, selbst wenn er tatsächlich dazu in der Lage wäre.

Ein Beispiel für erlernte Hilflosigkeit beim Hund ist, wenn ein Hund regelmäßig von anderen Hunden angegriffen wird und keine Möglichkeit hat, dieser Situation zu entkommen oder sie zu kontrollieren. Der Hund kann lernen, dass er keine Kontrolle über die Situation hat, und das Gefühl entwickeln, dass er nichts tun kann, um sich selbst zu schützen. Infolgedessen kann der Hund in ähnlichen Situationen später das Verhalten zeigen, das als erlernte Hilflosigkeit bezeichnet wird, indem er sich zurückzieht oder aufgibt, anstatt zu versuchen, die Situation zu kontrollieren oder zu vermeiden. Ähnliches kann in Tierarztpraxis beobachtet, wenn der Hund Angst vor einem Tieraztbesuch und vor den medizinischen Untersuchungen und Behandlungen hat. 

Erlernte Hilflosigkeit bei Hunden kann behandelt werden, indem man dem Hund die Möglichkeit gibt, Kontrolle über seine Umgebung zu haben und positive Erfahrungen zu sammeln. Durch Training und positive Verstärkung können Hunde lernen, dass sie Kontrolle über ihre Umgebung haben und in der Lage sind, unangenehme Situationen zu vermeiden oder zu bewältigen.

Wie zeigt sich die "Erlernte Hilflosigkeit" beim Tierarztbesuch?

Ein Hund, der die Situation beim Tierarzt kennt und schon mehrfach negativ! erlebt hat, kann als Folge der „erlernten Hilflosigkeit“ beim Tierarztbesuch verschiedene Anzeichen zeigen. 

Diese sog. „4 F`s“ beschreiben die vier natürlichen Reaktionsweisen, die viele Tiere in bedrohlich empfundenen Situationen zeigen. 

Hier ist eine kurze Erklärung zu jeder Reaktionsweise:

Diese Verhaltensweisen sind angeboren und helfen Tieren in realen oder vermeintlich bedrohlichen Situationen zu überleben. Aufgrund des empfundenen Kontrollverlusts kann der Hund folgende körperliche Symptome zeigen: 

Durch den Kontrollverlust aufgrund der Situation und die sich daraus ergebende „Erlernte Hilflosigkeit“ gibt der Hund jegliche Versuche auf, sich der unangenehmen (negativen) Situation zu entziehen und sich der Situation passiv hingibt. Der Tierarzt sollte diese Anzeichen erkennen und angemessen darauf reagieren, um dem Hund das Gefühl zu geben, dass er nicht hilflos ist und die Situation kontrollieren kann. Ein Training zur Reduktion von Angst und Stress beim Tierarztbesuch kann hierbei helfen.  

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Angstfreier Tierarztbesuch durch Medical Training

Das Medical Training zielt darauf ab, Hunden eine positive Erfahrung bei Tierarztbesuchen oder anderen medizinischen Untersuchungen zu vermitteln, um so ihre Angst und Unbehagen zu reduzieren oder gar zu beseitigen. Durch das Training werden die Hunde auf die verschiedenen Untersuchungen und medizinischen Handgriffe vorbereitet, indem sie diese in kleinen Schritten erlernen und positive Erfahrungen damit machen. Auf diese Weise können sie lernen, dass Untersuchungen und Behandlungen keine Bedrohung darstellen und dass sie sich entspannen können. 

Es können folgende Verhaltensweisen bzw. medizinische Untersuchungen trainiert werden: 


 

  

 




  • Ruhiges Stehen auf dem Untersuchungstisch
  • Gelassenheit beim Festhalten oder Fixieren
  • Gelassenheit beim Abtasten des Körpers
  • Öffnen des Mauls zur Inspektion der Mundhöhle und Zähne oder Medikamentengabe
  • Inspektion und Reinigung der Ohren
  • Untersuchung der Augen
  • Augentropfen verabreichen
  • Untersuchung und Reinigung der Zähne
  • Untersuchung des Maul
  • Untersuchung der Pfoten
  • Untersuchung des Bauches
  • Untersuchung des Genitalbereichs
  • Untersuchung des Herzens und der Lunge
  • Blutentnahme

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